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Otto Gross (1877-1920)
Biographischer
und theoretischer Überblick

von Gottfried Heuer, London

Einleitung

Obwohl der österreichische Arzt, Psychiater, Psychoanalytiker und Anarchist Otto Gross eine Schlüsselrolle bei der Enstehung dessen gespielt hat, was wir heute als “die Moderne” bezeichnen, ist er bis heute immer noch ein weitgehend Unbekannter. Der folgende Text soll nicht nur einen Überblick über Leben, Werk und Wirkung geben, sondern soll gleichzeitig auch als Quellensammlung zu den wichtigsten Veröffentlichungen der Sekundärliteratur zum Thema dienen.

Biographischer Überblick

Otto Hans Adolf Gross (auch Groß, Grosz oder Grohs) wurde am 17. März 1877 im österreichischen Gniebing bei Feldbach in der Steiermark geboren. Sein Vater Hans (auch Hanns) Gross (1847-1915) war Professor der Kriminalistik und eine der weltweit führenden Autoritäten in diesem Bereich. Gross' Mutter hieß Adele, geb. Raymann (1854-1942) und kam aus Retz bei Wien. 

Otto Gross wurde hauptsächlich von Privatlehrern und an Privatschulen erzogen. 1899 wurde er Arzt und machte 1900 als Schiffsarzt mehrere Reisen nach Südamerika. Um diese Zeit wurde er drogenabhängig. 1901 und 1902 arbeitete er als Psychiater und Assistenzarzt in München und Graz, veröffentlichte seine ersten Arbeiten und ging zu einer ersten Entziehungskur an die Burghölzli-Klinik in Zürich. Zu einem ersten Kontakt mit Freud kam es entweder bereits in dieser Zeit oder spätestens im Jahre 1904. Der Schriftsteller Franz Jung behauptete sogar, dass Gross Freuds Assistent gewesen sei (F. Jung 1923, S. 21), aber für diese Behauptung gibt es keine weiteren Belege außer einer Stelle in einem Brief von C. G. Jung an Freud, wo ersterer schreibt, "... möchte ich es wünschen, dass Groß Ihnen noch einmal analytisch begegnete" (Freud/Jung 1974, S. 178). Die Herausgeber der Briefe merken an dieser Stelle an: "Es ist nicht bekannt, welche früheren Beziehungen Otto Groß zu Freud hatte; sein Patient scheint er nicht gewesen zu sein". (Ebda.)

Im Jahre 1903 heiratete Gross Frieda Schloffer (1876-1950) und erhielt 1906 einen Lehrstuhl im Fach Psychopathologie an der Universität Graz. Im folgenden Jahr 1907 wurde sowohl sein Sohn Wolfgang Peter Gross (gest. 1946) geboren, als auch ein zweiter Sohn, ebenfalls auf den Namen Peter (gest. 1915) getauft, der aus Gross' Beziehung zu Else Jaffé (1874-1973), geborene von Richthofen, hervorgegangen war. 1907 hatte Gross eine weitere Beziehung zu Else Jaffés Schwester, Frieda Weekley (1879-1956), die später den Dichter D. H. Lawrence heiratete. Zu dieser Zeit lebte Gross in München und Ascona, in der Schweiz. Er hatte einen wichtigen Einfluß auf viele expressionistische Schriftsteller wie Karl Otten und Franz Werfel sowie auf Anarchisten und politisch Radikale wie Erich Mühsam, der später während der Münchener Räterevolution von 1919 als erster die Republik ausrief. Im Jahre 1908 unterzog sich Gross einer weiteren Entziehungskur am Burghölzli, wo er von C. G. Jung analysiert wurde - und diesen analysierte. In demselben Jahr wurde seine Tochter Camilla (gest. 2000) geboren, deren Mutter die Schweizer Schriftstellerin Regina Ullmann (1884-1961) war, die später mit Rilke befreundet war.

Im Jahre 1911 wurde Gross gegen seinen Willen in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Wenig später wollte er in Ascona eine Schule für Anarchisten gründen und schrieb dem Schweizer Arzt und Anarchisten Fritz Brupbacher, dass er die Herausgabe einer Zeitschrift für Probleme des Anarchismus plane. Zwei Jahre später lebte er in Berlin, wo er einen bedeutenden Einfluss auf Franz Jung, Raoul Hausmann, Hannah Höch und die anderen Schriftsteller und Künstler hatte, die Berlin Dada schufen. Sein Vater ließ Gross als gefährlichen Anarchisten verhaften und in verschiedene österreichische Heilanstalten einweisen. Als Gross auf Grund einer internationalen Pressekampagne seiner Freunde ein halbes Jahr später freigelassen wurde, hatte er bereits die Rolle des Patienten mit der des Anstaltsarztes vertauschen können. Gemeinsam mit Franz Werfel und Anton Kuh plante er die Herausgabe einer Zeitschrift Blätter gegen den Machtwillen. Nach Aberkennung der bürgerlichen Rechte in Gerichtsverfahren, die sein Vater gegen ihn angestrengt hatte, wurde Gross 1914 von Wilhelm Stekel analysiert (Stekel 1925). Gross wurde als geheilt bezeichnet, aber unter die Vormundschaft seines Vaters gestellt, der im Jahr darauf starb. Zu der Zeit arbeitet Gross als freiwilliger Militärarzt in verschiedenen Epidemiespitälern Osteuropas - Slavonien und später Temesvar im heutigen Rumänien. 

Zusammen mit Franz Jung, dem Maler Georg Schrimpf und anderen gab Otto Gross 1916 die Zeitschrift Die freie Strasse heraus - als "Vorarbeit der Revolution" (Gross 1913, Sp. 384). Er begann eine Beziehung mit Marianne - auch Mizzi genannt - Kuh (1894-1948), einer der Schwestern des österreichischen Schriftstellers und Feuilletonisten Anton Kuh. 1916 wurde ihre Tochter Sophie geboren (die heute in Berlin lebt und Ehrenpräsidentin der Internationalen Otto Gross Gesellschaft ist). Wegen seiner Drogenabhängigkeit wurde Gross im Jahre 1917 wiederum zwangsweise in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Er plante, Marianne Kuh zu heiraten, hatte aber auch Beziehungen nicht nur zu ihrer Schwester Nina, sondern wahrscheinlich auch mit ihrer anderen Schwester Margarethe (Templer-Kuh 1998). Am 13. Februar 1920 starb er in Berlin, nachdem man ihn Tage zuvor halb verhungert und erfroren in einem Hauseingang gefunden hatte. In einem der wenigen Nachrufe, die veröffentlicht wurden, schrieb Otto Kaus in der Wiener Zeitschrift Sowjet: "Deutschlands beste revolutionäre Geister wurden durch ihn erzogen und unmittelbar befruchtet. In einer ganzen Reihe von Schöpfungen der jungen Generation findet man seine Ideen mit jener spezifischen Schärfe und weittragenden Konsequenz, die er ihnen verlieh, verarbeitet. Erich Mühsam, Franz Werfel, Leonhard Frank, Franz Jung sind durch seine Schule gegangen" (Kaus 1920, S. 55).

 

Theoretischer Überblick

Im Folgenden beschränke ich mich hauptsächlich auf Gross' Beiträge zur Psychoanalyse und ihrer Verbindung mit revolutionären politischen Ideen. Was Gross' Einfluß auf die Literatur seiner Zeit angeht, so möchte ich auf Jennifer Michaels' umfassende Studie "Anarchy and Eros" (Michaels 1983) verweisen, sowie auf Hubert van den Berg's "Avantgarde und Anarchismus" (1999) und Christine Kanz' "Schriftstellerinnen um Freud und Gross" (1999). Für Gross' Beiträge zur Psychiatrie verweise ich auf Michael Turnheims Aufsatz "Otto Gross und die deutsche Psychiatrie" (Turnheim 1993). Wichtige Beziehungen zwischen Gross' Theorien und der gender theory finden sich in Bozena Choluj's Vortrag "Psychoanalyse und ihre politischen Implikationen nach Otto Gross" (Choluj 2000). Für Gross' Bezüge zur Soziologie siehe Sam Whimster's "Max Weber and the Culture of Anarchy" (Whimster, 1999). Zu Gross' Gedanken zur Philosophie und Ethik siehe Whimster 2003.

Eine Gesamtbibliographie der bisher bekannten Werke von Otto Gross findet sich auf der Webseite der 1998 gegründeten Internationalen Otto Gross Gesellschaft. Dort ist auch eine Bibliographie der Sekundärliteratur mit ungefähr 2000 Titeln in 20 verschiedenen Sprachen zugänglich. Die neuesten Entwicklungen der Gross-Forschung - einschließlich neu entdeckter Texte von Gross - hat die Gesellschaft seit Beginn des neuen Jahrtausends in - bisher - sechs Bänden ihrer Kongresse in Berlin (Dehmlow & Heuer 2000), Zürich (Heuer 2002), München (Dehmlow & Heuer 2003), Graz (Götz von Olenhusen & Heuer 2005), Zürich (Heuer 2006) und Wien (Dehmlow, Rother & Springer 2007), sowie in einem Symposiumsband (Dienes, Götz von Olenhusen, Heuer, Kocher 2005) präsentiert. Sie alle sind im Verlag LiteraturWissenschaft.de in Marburg veröffentlicht (www.literaturwissenschaft.de). Außerdem verweise ich auf den Begleitband zur Grazer Ausstellung (Dienes & Rother 2003).

Was sind die Gedanken, die Otto Gross zur Entwicklung psychoanalytischer Theorie und Praxis beitrug? Und was war es inhaltlich in ihnen - und an Gross persönlich - was ihn zu einer persona non grata, zu einer "Unperson" werden ließ, um einen Begriff aus der Stalinistischen Geschichtsschreibung zu verwenden? 

Seine eigene Familienerfahrung eines offenbar übermächtigen, autoritären Vaters und einer sich diesem unterordnenden Mutter scheinen Gross schon früh zu der Erkenntnis geführt zu haben, daß die Wurzeln gefühlsmäßigen Leids in der Struktur der Kernfamilie zu suchen sind. Er schrieb für die Freiheit und Gleichberechtigung der Frau und befürwortete freie Partnerwahl sowie neue Beziehungsformen, die er sich frei von Zwang und Gewaltanwendung vorstellte. Und er sah Verbindungen zwischen diesen Themen und den hierarchischen Strukturen in einem weiteren gesellschaftlichen Zusammenhang, so dass er persönliches Leid als untrennbar von dem allgemeinen Leid der Menschheit betrachtete: "Die Klinik des Psychoanalytikers umfasst das ganze Leiden der Menschheit an sich selbst" (Gross 1914, S. 529).

In seinem Kampf gegen das Patriarchat in all seinen Ausdrucksformen faszinierten Gross die Ideen Bachofens und anderer über das Matriarchat. "Die kommende Revolution ist eine Revolution fürs Mutterrecht" (Gross 1913, Sp. 387) schrieb er 1913. Obwohl er sich auch auf die Sexualität konzentrierte, stellte er doch schon früh Freuds Betonung der Sexualität als die einzige Ursache von Neurosen in Frage. Im Gegensatz zu Freuds Betrachtungsweise von den Grenzen, die das Unbewußte menschlicher Motivation setzte, sah Gross Pathologien mehr in positiven und sogar kreativen Bereichen des Unbewußten verwurzelt. Er schrieb ausführlich über gleichgeschlechtliche Liebe von Männern und Frauen und argumentierte für ihre Entkriminalisierung. Für Gross war die Psychoanalyse eine Waffe in einer Revolution alternativer Kultur zum Umsturz der bestehenden Ordnung - und nicht ein Mittel, Menschen zu immer stärkerer Anpassung zu zwingen. Er schrieb: "Die Psychologie des Unbewußten ist die Philosophie der Revolution ... Sie ist berufen, zur Freiheit innerlich fähig zu machen, berufen als die Vorarbeit der Revolution" (Gross 1913, Sp. 384).

Gross betrachtete Körper und Seele als unzertrennliche Einheit und schrieb, "daß überhaupt jedes psychische Geschehen zugleich ein physiologischer Vorgang ist" (Gross 1907, S. 7). "Damit reiht sich Gross in die Gruppe jener Forscher ein, die eine Zweiteilung der Welt in körperliche und seelisch-geistige Bezirke ablehnen. Für sie ist Körper und Seele Ausdruck desselben Geschehens, und deshalb kann der Mensch nur einheitlich und als Ganzes betrachtet werden". (Hurwitz 1979, S. 66).

Nicolaus Sombart faßt zwei Hauptpunkte zusammen: Seine erste These lautete: Die Verwirklichung der anarchistischen Alternative zur patriarchalischen Gesellschaftsordnung muß mit deren Zerstörung beginnen. Otto Gross hat sich ohne zu zögern zu dieser Praxis bekannt, und zwar - dem anarchistischen Stil entsprechend - durch die Propaganda des 'Beispiels', einer exemplarischen Lebensführung zuerst, die darauf zielte, die Zwänge der Gesellschaftsordnung in sich selbst zu zerstören; als Psychotherapeut sodann, indem er als Stifter von unkonventionellen Lebensgemeinschaften [. . .] und Kommunen (in Ascona z.B., aus dem er als Veranstalter von 'Orgien' ausgewiesen wurde) Modelle neuer Gemeinschaftsformen experimentell zu verwirklichen unternommen hat [. . .]

Groß war nicht homosexuell, hielt aber die Zweigeschlechtlichkeit für vorgegeben und war der Ansicht, daß kein Mann wissen könne, warum er für eine Freu liebenswert sei, solange er nicht über seine homosexuelle Komponente Bescheid wüßte. Sein Respekt vor der souveränen Freiheit seiner Mitmenschen ging so weit, daß er nicht nur ihr Recht auf Krankheit als Ausdrucksform eines legitimen Protestes gegen eine repressive Gesellschaft anerkannte - er ist hier ein Vorläufer der Anti-Psychiatrie eines Ronald D. Laing und Alain Fourcade - , sondern auch ihre Todeswünsche, und ihnen als Arzt zu deren Erfüllung verhalf. So wurde er wegen Beihilfe zum Selbstmord gerichtlich verfolgt [. . .]

Seine zweite These: wer die Herrschaftsstrukturen (und Produktionsverhältnisse) einer repressiven Gesellschaft verändern will, muß damit beginnen, die Herrschaftsstrukturen in seinem Innern zu verändern und die "ins eigene Innere eingedrungene Autorität" auszumerzen. Dafür die Voraussetzungen geschaffen, das Instrumentarium bereitgestellt zu haben, ist seiner Meinung nach die Leistung der Psychoanalyse als Wissenschaft (Sombart 1991, S. 110-111).

Gross' Hauptbeitrag zur Entwicklung psychoanalytischer Theorie und Praxis mag jedoch darin liegen, daß er den Grundstein legte für eine nichthierarchische Behandlungsmethode, bei der nicht der "kranke" Patient Gegenstand der Analyse ist, sondern die Zweierbeziehung zwischen AnalytikerIn und PatientIn. Seine Arbeit bezeichnet den Beginn der psychodynamischen Beziehungsanalyse, die in den letzten Jahrzehnten immer stärker das analytische Feld beherrscht (s. Heuer 2004).

Hinter Gross' leidenschaftlicher Betonung auf Grenzüberschreitung liegt eine tiefe Erkenntnis davon, daß alle und alles miteinander in Verbindung steht. So betrachtet, erscheinen jegliche Grenzen als unnatürlich und ihr Überschreiten und Aufsprengen wird zu einem Protest gegen ebendiese Unnatürlichkeit. Von einer psychopathologisierenden Perspektive wäre es nur allzu leicht - wenn auch sicher nicht ganz unberechtigt - einen Vaterkomplex zu diagnostizieren, eine nicht aufgelöste inzestuöse Bindung an die Mutter sowie eine neurotische Sehnsucht nach dem Paradies als Ausdruck eines Wunsches, in genau diesen Mutterleib zurückzukehren, usw., usw. - Ganz ähnliche Diagnosen könnte man übrigens leicht über die anderen Gründerväter (und -mütter!) der Psychoanalyse stellen. Aber das würde bedeuten, daß wir allein im voneinander abgekapselten Bereich von Vernunft und Rationalität verblieben, wo alle und alles von jedem und allem getrennt ist. Die Geschichtsschreibung der Psychoanalyse erleidet einen Verlust, wenn wir Gross - wie Jung und Freud es taten - als einen armen Irren bezeichneten, oder vielleicht als einen puer aeternus, als nichts weiter als einen charismatischen Versager.

Von einer Ideenperspektive aus können Gross' Grenzüberschreitungen verstanden werden als die Sehnsucht nach Transzendenz - eine Transzendenz, an der der Körper untrennbar mitbeteiligt ist, und die den Körper nicht hinter oder unter sich läßt um in eine körperlose, rein spirituelle Sphäre abzuheben. Ich verstehe Gross' Arbeit als ein Begreifen der Beseelung von Fleisch und Materie. Analytiker schreiben normalerweise nicht über Ekstase, Lust, Orgie. Die, die das dennoch getan haben, haben dafür damit bezahlt, daß sie als Geächtete ausgeschlossen wurden - Gross, Reich, Laing. Es ist noch nicht allzu lange her, daß analytische Autoren soweit gegangen sind, über Begriffe zu schreiben wie "die spontane Geste" (Winnicott 1987) oder "Akte der Freiheit" (Symington 1990).

Mit seinem leidenschaftlichen Eintreten für eine freie Sexualität - Franz Werfel zufolge prägte Otto Gross den Ausdruck "Sexuelle Revolution" (Werfel 1990, S. 349) - für Drogen und Anarchismus entsprach Gross einem Gespenst, das die deutschsprachige Bourgeoisie Europas als eine Bedrohung ihrer Staats- und Familienwerte fürchtete. Ich nehme an, daß Gross einerseits wegen seiner radikalen Infragestellung eben dieser Werte bis heute relativ unbekannt geblieben ist, und weil er andererseits darauf bestand, daß es keine individuelle Veränderung ohne eine kollektive geben könne - und umgekehrt! Der Freud-Biograph Ernest Jones, der Gross 1908 in München begegnet war, wo dieser ihn mit der Psychoanalyse bekannt gemacht hatte, bezeichnete ihn in seiner Autobiographie als den Mann, "der von allen, die ich je gekannt habe, dem romantischen Ideal des Genies am allernächsten kommt" (Jones 1990, S. 173).

 

Bibliographie

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